Modellrechnung · alle Annahmen einstellbar
Wann kippt das Netz?
Die Genossenschaft hält ihre Rechnung geheim. Hier rechnen wir mit den öffentlich bekannten Zahlen nach: 261 Anschlüsse, rund 6,7 GWh Wärme im Jahr, 3,8 Mio. € Gemeindekredit über 25 Jahre. Was geheim ist, stellen Sie selbst ein.
Was passiert, wenn die EEG-Vergütung endet?
Heute ist die Wärme ein billiges Nebenprodukt: Die Biogasanlagen verdienen ihr Geld mit Strom, den das EEG vergütet. Die Genossenschaft selbst schreibt dem BAFA, dass die Wärme nur 2025 und 2026 so günstig ist BAFA-Akte S. 9BAFA-Akte S. 17. Was danach kommt, zeigen vier Szenarien. Die Jahreszahlen sind Beispiele.
Warum A im Beispiel erst ab 2028? Die Genossenschaft kündigt den höheren Einkaufspreis selbst „ab 2027“ an. Wir rechnen A als günstigsten Fall ein Jahr später, damit man den Sprung gegenüber dem Plan sieht und der Genossenschaft nichts unterstellt wird. Mit dem Regler „Jahr des Preissprungs“ lässt sich 2027 einstellen.
Wie liest man den Rechner?
Wählen Sie oben ein Szenario. Der Rechner stellt dann die Regler passend ein, und jeden Regler können Sie selbst verschieben. Für jedes Jahr zählt der Rechner alle Kosten des Netzes zusammen und teilt sie durch die verkaufte Wärme. Das ergibt den Preis je Kilowattstunde, den die Kunden zahlen müssten, damit die Rechnung aufgeht. Ist dieser Preis höher als eine eigene Wärmepumpe, steigen Kunden aus, und die übrigen müssen mehr zahlen. Das Jahr, in dem das zum ersten Mal passiert, nennen wir Kipppunkt.
- Wärmeeinkauf
- Mehrbedarf durch Netzverluste
- Kredit der Gemeinde (Zins und Tilgung)
- Betrieb, Wartung, Verwaltung
- Mehrwertsteuer 19 %
- Preisblatt der Genossenschaft (14,7 ct)
Wegen Rundung kann die Summe um 0,01 ct abweichen. Kredit und Betrieb kosten jedes Jahr gleich viel Geld, je kWh steigen sie nur, wenn Kunden aussteigen.
Zum Vergleich: das Preisblatt der Genossenschaft. Arbeitspreis 9,99 ct/kWh netto, dazu 25 € je kW Anschlussleistung und 90 € Messpreis im Jahr Präsentation 12.10.2023. Für ein Beispielhaus mit 20.000 kWh Wärme und 15 kW im Jahr (unsere Annahme) sind das rund 14,7 ct/kWh brutto. Der Plan der Genossenschaft liegt in dieser Größenordnung. Die Szenarien A bis C liegen nach dem Preissprung darüber.
Werte Jahr für Jahr
So rechnet das Modell
Jedes Jahr muss der Wärmepreis alle Kosten decken: Betrieb, den Kapitaldienst für 3,8 Mio. € Gemeindekredit (Annuität über 25 Jahre) und den Wärmeeinkauf einschließlich der Netzverluste. Diese Kosten werden auf die verkaufte Wärme umgelegt, plus 19 % Umsatzsteuer. Liegt der Preis über der Alternative, steigt ein Teil der Kunden aus. Ab dann tragen weniger Kunden dieselben Fixkosten.
Die drei Szenarien. Heute ist die Wärme ein Abfallprodukt der EEG-geförderten Stromerzeugung. Fällt die EEG-Vergütung weg, wird sie zum Rohstoff. A: Die Anlagen bekommen eine Anschlussförderung, die Wärme kostet dann 5 bis 8 ct, im Rechner 6 ct . Das ist der günstigste Fall nach dem Ende der EEG-Vergütung, und ob er eintritt, ist offen Rechtsgutachten Raue/BEE 22.06.2026Bayer. Bauernverband 30.07.2026. B: Das Biogas wird zu Biomethan aufbereitet DS 46/2026 (Bauausschuss 02.06.2026), die Wärme kommt aus einem Kessel, der Biomethan zum Marktpreis verbrennt: 14,5 ct . C: Die Anlage hört auf, eine Großwärmepumpe ersetzt sie: 16 ct ohne Förderung .
Zugunsten der Genossenschaft nicht eingerechnet: Rendite auf das Eigenkapital, Ersatzinvestitionen, der Spitzenlastkessel. Das Modell ist eine Plausibilitätsrechnung und keine Prognose. Die echten Zahlen hält die Genossenschaft zurück.