Das Zeitfenster für billige Wärme ist schon zu
hochDie Genossenschaft schrieb dem BAFA im November 2024, die Wärme sei „in den Jahren 2025 und 2026“ sehr günstig, danach werde sie teurer. Eine termingerechte Inbetriebnahme sei deshalb „für die Wirtschaftlichkeit des Projekts unerlässlich“. Im Mai 2026 heißt es, mit dem Bau solle „noch in 2026“ begonnen werden. Die günstigen Jahre sind damit vorbei, bevor die erste Kilowattstunde fließt. Nach den eigenen Worten der Genossenschaft fehlt damit eine Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit. Wie viel teurer, verschweigt sie: Heute ist die Wärme ein Abfallprodukt der EEG-geförderten Stromerzeugung. Ohne EEG wird sie zum Rohstoff, und Ersatzwärme aus Biomethan oder einer Großwärmepumpe kostet in der Erzeugung das Vier- bis Siebenfache (eigene Schätzung). Dann ist das Netz teurer als eine Wärmepumpe im eigenen Haus.
BAFA-Akte S. 9DS 50/2026, Anlage 1 (Rat 27.05.2026)Fraunhofer IEE/DBFZ 02/2024KWW-Technikkatalog 08/2026